Wohnungsmieten im östlichen Ruhrgebiet um 3 Prozent gestiegen

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In Dortmund und in den umliegenden Kommunen sind die Mieten für Wohnraum in den letzten 12 Monaten nur verhalten gestiegen. Einen vergleichsweise großen Sprung machten dabei die Mieten in der Stadt Dortmund selbst. Für eine 3-Zimmer-Wohnung aus dem Bestand im mittleren Wohnwert stieg dort die Miete um 4 Prozent. Dies geht aus dem Preisspiegel NRW-Wohnimmobilien 2015 des Immobilienverbands Deutschland, IVD West, hervor.

Mit 5,90 Euro pro Quadratmeter liegt Dortmund bei der Nettokaltmiete im mittleren Wohnwert aber nicht an der Spitze des Mietpreisrankings in der Region. Diesen Platz hat Soest inne, wo in diesem Segment eine Durchschnittsmiete von 6 Euro verlangt wird. Verglichen mit den Zahlen aus 2014 bedeutet dies eine Steigerung von 3 Prozent. Betrachtet man den Durchschnittswert für das gesamte östliche Ruhrgebiet, ist eine Steigerung von 4,95 auf 5,15 zu verzeichnen.

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Dazu sagt Klaus Spieker, Vorstandsmitglied des IVD West für die Region: „Das derzeit noch niedrige Kaufpreis-Niveau im Raum Dortmund bei Mehrfamilienhäusern und Bestands-ETWs bringt den Erwerbern eine gute Rendite von Anfang an. Gleichzeitig ist der günstige Einstiegspreis die beste Grundlage für Wertsteigerungen. Gefragt sind vor allem zentrale Lagen der Stadtmitte, aber auch die Zentren der Vororte. Wegen der attraktiven Dortmunder Verkehrsinfrastruktur und der Nähe zur täglichen Versorgung.“
Je weiter entfernt vom Ballungszentrum die Kommunen gelegen sind, desto günstiger allerdings der Mietzins. So lässt es sich am Rande des Sauerlands am preiswertesten wohnen. In Fröndenberg wird beispielsweise nur eine Kaltmiete von 4,40 pro Quadratmeter verlangt. Auch im benachbarten Menden sind es nur 4,70 Euro. In beiden Kommunen sind die Werte allerdings um 4 bis 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Unverändert niedrig sind die Mieten in Iserlohn, hier werden 4,50 Kaltmiete veranschlagt.

In Unna hingegen ist die Durchschnittsmiete deutlich auf 5 Euro gestiegen. Auch in Hagen und Hamm wurde die 5-Euro-Marke bei den mittleren Nettokaltmieten inzwischen überschritten. „Urbane Prägung und gute Infrastruktur sind die Gründe für höhere Mieten gegenüber den eher ländlichen Gegenden. Das Sauerland bekommt inzwischen die Folgen des demografischen Wandels zu spüren“, stellt Klaus Spieker dazu fest. (Alle genannten Werte beziehen sich auf Angaben zur monatlichen Nettokaltmiete pro Quadratmeter für eine 3-Zimmer-Wohnung mittleren Wohnwerts, Baujahr nach 1948.)

Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind besonders in der Metropole Dortmund in den letzten zwölf Monaten preislich angezogen. Während bei den Wohnungen über alle Lagen und Ausstattungen Steigerungen zwischen 5 und 13 Prozent zu beobachten waren, ist die Situation bei den Eigenheimen etwas differenzierter. Während gute und sehr gute Lagen nahezu preisstabil blieben, ist es bei einfacheren Qualitäten zu Wertsteigerungen von 6 bis 7 Prozent gekommen. Der Ausblick für den Markt für Kaufimmobilien für das laufende Jahr ist dabei von weiteren leichten Preisanstiegen geprägt.

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