Rüttenscheid

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Stadtteil-Kurzportrait

Stadtteilname: Rüttenscheid

Namenserklärung:

Der Name entwickelte sich aus dem mittelalterlichen „Riudenscethe“. Letzte Forschung neigt dazu, an das altsächsische „hriudi“ = Riedgras anzuknüpfen und im Ortsnamen einen Siedlungsraum zu sehen, der durch Schnitt des Riedgrases, des Schilfs also, gewonnen wurde.

Erstmals urkundlich erwähnt:

Um 1250 „Riudenscethe“

Gehört zu Essen seit:

01.07.1905

Geschichte und Strukturwandel:

In der überwiegenden Zeit des 19. Jahrhunderts gehörte Rüttenscheid als Gemeinde dem Bürgermeistereiverband Altenessen an. Aus der Teilung Altenessens entstand u.a. am 1. Januar 1874 die Bürgermeisterei Stoppenberg, zu der auch Rüttenscheid geschlagen wurde. Am 16.4.1884 änderten sich die Dinge schon wieder: Rellinghausen, Heisingen und Rüttenscheid bildeten gemeinsam die Bürgermeisterei Rellinghausen. Erst am 1.6.1900 erlangte Rüttenscheid Selbständigkeit, doch nur für fünf Jahre. Bei der Eingemeindung war Rüttenscheid an Essen schon ziemlich dicht herangewachsen. Auf Grund seiner idealen Lage südlich des Stadtzentrums entwickelte es sich zu einem mit wichtigen Dienstleistern, einem starken Einzelhandel und stadtweit genutzten Freizeiteinrichtungen versehenen Wohngebiet.

Stadtteilporträt:

Man sagt, Rüttenscheid sei das ideale Wohngebiet für Singles: Gute Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten, Kneipen jeder Sorte. Man wohnt nicht schlecht in den zum Teil verkehrsberuhigten Straßen zwischen A52 und Alfredstraße, aber man wohnt recht kompakt. Die Rüttenscheider jedenfalls genießen das eigene Quartier als ein urbanes, starkes Stück Essen und wissen fürs Luftschnappen den Grugapark im ureigenen Bereich. Die Messe Essen dort und Land- und Amtsgericht, Arbeits- und Landessozialgericht nördlich der Zweigertstraße sowie das Polizeipräsidium südlich von ihr bezeugen die Attraktivität des Standortes Rüttenscheid. Übrigens hat auch die Essener Verkehrs-AG. (EVAG) hier, im sogenannten „Erzhof“, ihre Zentrale.

Sehenswürdigkeiten:

Grugapark. Norbertstraße. 70 Hektar großer Freizeitpark. Blumen, Sträucher, Bäume werden ergänzt durch Angebote zum Spielen für Groß und Klein. Kleintiergehege, Vogelvolieren, Bienenstöcke machen Kindern besonderen Spaß. Viele Plastiken, darunter Henry Moores „Knife Edge“ geben dem Park, den auch eine Kleinbahn durchfährt, zusätzlich as Flair einer Freiluft-Kunstausstellung.
Siechenkapelle. Rüttenscheider Str. 147. Gebaut zwischen 1426 und 1445 für die Seelsorge im Siechenhaus, das hier damals inmitten von Wald und Gärten lag. Patienten waren Leprosekranke, Aussätzige, und zwar bis 1726.
Kruppsiedlung Altenhof. Gußmanplatz. 1893 bis 1905 von Krupp im „Landhaus-Stil“ gebaute Siedlung für Rentner und Invaliden der Firma. Nur noch Reste sind zu sehen. Das meiste musste dem Neubau des Krupp-Krankenhauses weichen.

ÖPNV-Anbindungen:

Zentrale Haltestellen: Rüttenscheider Stern und Martinstraße

U-Bahn, Straßenbahnen und Busse:
U11 zur Messe/Gruga und nach Gelsenkirchen Buerer Straße über Altenessen.

Straßenbahn 106 über Essen Hbf. nach Altenessen und über Essen-West nach Bergeborbeck.
Straßenbahn 101 nach Bredeney und über Essen Hbf. nach Borbeck.
Strajßenbahn 107 nach Bredeney und über Essen Hbf., Stoppenberg, Katernberg nach Gelsenkirchen.

Bus CE45 über Essen Hbf., Westviertel, Frohnhausen, Fulerum, Haarzopf nach Flughafen E/MH. Gegenrichtung: Über Stadtwald nach Heisingen.
Bus CE46 über Essen Hbf., Huttrop nach Kray. Gegenrichtung: Über Stadtwald nach Heisingen.
Bus 160/61: Über Holsterhausen, Frohnhausen, Altendorf nach Borbeck. Gegenrichtung: Über Huttrop, Frillendorf nach Stoppenberg.