Mietpreisbremse gilt in 22 Städten und Gemeinden
Maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete heißt es ab dem 1.7.2015 beispielsweise in Köln, wenn Sie dort eine Wohnung vermieten. Das ist mit Mietpreisbremse gemeint!
Selbst wenn Sie wegen des „Veedels“, in dem Ihre Wohnung liegt, viel mehr Miete verlangen könnten als die erlaubten 10 % über dem Ortsüblichen: Das dürfen Sie nicht!
Mietpreisbremse gilt ab dem 1.7.2015

Grund dafür ist ein Kabinettsbeschluss. Er führt die Mietpreisbremse für Neuvermietungen in 22 nordrhein-westfälischen Städten ein. Nach der ab dem 1.7.2015 geltenden Verordnung müssen Sie sich als Vermieter dann an der ortsüblichen Vergleichsmiete orientieren und dürfen darauf nochmals 10 % „draufschlagen“.
Die Regel soll verhindern, dass weniger einkommensstarke Mieter aus Städten wie Köln oder Düsseldorf verdrängt werden. Sonst hätten nur noch Besserverdienende eine Chance auf eine Wohnung.
In diesen Städten gilt ab dem 1.7.2015 eine Mietpreisbremse
Deswegen gilt ab dem 1.7.2015 eine Mietpreisbremse in diesen 22 nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden:
Regierungsbezirk Düsseldorf:
Düsseldorf, Erkrath, Kleve, Langenfeld (Rheinland), Meerbusch, Monheim am Rhein, Neuss, Ratingen.
Regierungsbezirk Köln:
Aachen, Bonn, Brühl, Frechen, Hürth, Köln, Leverkusen, Siegburg, St. Augustin, Troisdorf.
Regierungsbezirk Münster:
Münster, Bocholt.
Regierungsbezirk Detmold:
Bielefeld, Paderborn.
Nach der Kappungsgrenze gilt nun auch eine Mietpreisbremse
Bereits seit vergangenem Jahr gilt in Nordrhein-Westfalen eine Kappungsgrenzenverordnung für 59 Städte und Gemeinden. Sie betrifft allerdings nur Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis. Und das auch nur, wenn sich der Vermieter auf sein gesetzliches Mieterhöhungsrecht nach § 558 BGB beruft.
Dann darf der Vermieter die Miete innerhalb von 3 Jahren nur um 15 % erhöhen. In allen anderen Gebieten sind nach wie vor 20 % innerhalb von 3 Jahren erlaubt.
Die Kappungsgrenze betrifft Sie nur, wenn Sie nicht ohnehin schon eine Staffel- oder Indexmiete vereinbart haben.
Wer im Ruhrgebiet vermietet, sollte die ortsübliche Vergleichsmiete kennen, bevor er neu vermietet. Eine professionelle Mietverwaltung prüft Miethöhe, Mietvertrag und Nebenkosten. Welche Pflichten in einer Eigentümergemeinschaft dazukommen, zeigen die Aufgaben der WEG-Verwaltung. Für Objekte über Essen hinaus steht die Hausverwaltung im Ruhrgebiet bereit. Und wer sich statt für die Vermietung für den Verkauf entscheidet, erfährt hier, wie Sie eine Wohnung in Essen verkaufen.
