2,19 Euro pro Quadratmeter und Monat im Durchschnitt
(dmb) Mieter müssen in Deutschland im Durchschnitt 2,19 Euro/qm/Monat für Betriebskosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die sogenannte zweite Miete bis zu 3,26 Euro/qm/Monat betragen. Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2013 vorlegt. Fallen alle Betriebskostenarten an, kommen für eine 80 Quadratmeter große Wohnung 3.129,60 Euro für das Abrechnungsjahr 2013 zusammen. Wie hoch die zweite Miete am Ende ausfällt, zeigt die Betriebskostenabrechnung. Sie zu erstellen, gehört zu den festen Aufgaben in der Mietverwaltung in Essen.

Während in den westlichen Bundesländern im Durchschnitt 2,17 Euro/qm/Monat gezahlt wurde, waren es in den östlichen Bundesländern 2,28 Euro. Die Kosten für Heizung und Warmwasser lagen hier 12 Cent und damit rund 8 Prozent höher. Die Kosten für Warmwasser lagen 4 Cent über den Durchschnittswerten im Westen. Dafür waren die kommunalen Gebühren in den westlichen Bundesländern teurer, also Grundsteuer, Straßenreinigung und Müllbeseitigung. Das Gleiche gilt für Versicherungen und für Dienstleistungen wie Gebäudereinigung, Gartenpflege in Essen oder Hausmeisterservice.
Regionale und lokale Unterschiede sind groß
Insbesondere bei den Betriebskostenpositionen Grundsteuer, Wasser/Abwasser oder Müllbeseitigung ergeben sich regional bzw. lokal teilweise erhebliche Preisunterschiede. Das gilt auch für Heizkosten und Warmwasser. Hier bestimmen vor allem das Klima und starke Preisunterschiede die Höhe der Kosten, besonders bei Gas und Fernwärme. In Eigentümergemeinschaften rechnet der Verwalter diese Kosten für alle Einheiten ab. Was dazugehört, zeigt die Übersicht der Aufgaben der WEG-Verwaltung.
Heizung und Warmwasser 2013
Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind auch im Abrechnungsjahr 2013 weiter gestiegen, jetzt auf 1,51 Euro/qm/Monat. Das sind für eine 80 Quadratmeter große Wohnung 1.450,00 Euro im Jahr. Letztlich entfallen 69 Prozent der tatsächlich gezahlten Betriebskosten auf Heizung und Warmwasser.
Der Anstieg der „warmen Betriebskosten“ 2013 hat zwei Gründe. Zum einen waren die Wintermonate kälter, vor allem zu Beginn des Jahres. Der Energieverbrauch lag deshalb rund 5 Prozent höher. Zum anderen wurden Gas und Fernwärme im Jahresdurchschnitt 1,3 bzw. 2,8 Prozent teurer. Der Preisrückgang beim Heizöl im Kalenderjahr 2013 schlägt sich dagegen noch nicht wie erwartet bei den Heizkosten nieder. Denkbar ist: Viele Vermieter haben noch im letzten Quartal 2012 getankt oder nachtanken müssen. Dieses vergleichsweise teure Heizöl wurde erst 2013 verbraucht.
Ausblick 2014
2014 dürfte aus Mietersicht ein gutes Abrechnungsjahr werden. Mieter können mit niedrigeren Betriebskosten und damit sogar mit Rückzahlungen rechnen. Zwar haben viele Städte und Gemeinden 2014 die Grundsteuer zum Teil deutlich erhöht. Die Kosten für Wasser und Abwasser sind aber nur um 0,7 Prozent gestiegen, die für die Müllbeseitigung sogar leicht gesunken. Entscheidend ist aber: Die Heiz- und Warmwasserkosten fallen für das Kalenderjahr 2014 spürbar niedriger aus als 2013. Wegen der deutlich wärmeren Wintermonate 2014 ist der Heizenergieverbrauch um 20 bis 25 Prozent gesunken. Das gilt auch für die Energiepreise. Der Gaspreis sank um 0,1 Prozent, der für Fernwärme um 1,3 Prozent und der für Öl um 7,8 Prozent. Lokal und regional kann sich die Preisentwicklung unterscheiden. Die Prognose für 2014 ist trotzdem gut.
Grafik Betriebskostenspiegel für Deutschland
Grafik Betriebskostenspiegel Ost/West
Informationen zum Transparenzinstrument Betriebskostenspiegel
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